DI Box? Symetrisch / Unsymetrisch? – Hä!?
Wieder Wochenende! Das heißt es gehen wieder einige Anlagen raus! Das heißt aber auch, dass einige Fragen immer wieder kehren. Ich möchte in Zukunft mal auf die häufigst gestellen Fragen eingehen und diese hier näher behandeln.
Welcher Musiker kennt nicht das “Bühnengeschreie” nach DI -Boxen: “… von wegen symetrischen Signalen, und so … Dann rauscht das nicht mehr …” Aussagen wie diese stimmen! Es kann ohne symetrische Signale – bei großen Übertragungsreichweiten (Multicore) – sogar zu sehr starken Störungen (Brummen, Knacken, etc.) kommen. Aber wieso ist das so!? Wenn man die betreffenden Musiker / Techniker mal genauer befragt, bleiben die Antworten oft weg. Keiner kann es so richtig erklären, er weiß nur, dass des Rätselslösung “DI-BOX” lautet. Ich versuche hier nun mal “verständlich” darzustellen, warum symetrische Signalwege so wichtig sind.
Normale Instrumentenkabel besitzen in der Regel zwei Adern: Die Signalleitung (+) und die Masse (0) für die Rückführung! Diese Übertragung bezeichnet man im Fachjargon als “unsymetrisch” und wird meist als Ausgang für Keyboards, u.ä. genutzt. Elektromagnetische Strahlungen werden von solch einem Kabel (je nach Schirmungsgrad) wie eine Antenne aufgenommen und “verunreinigen” das Signal. Logischerweise wird der Effekt auf durch die Kabellänge und Umgebung beeinflusst. Dies ist der Grund, warum eine Verbindung im Proberaum “ohne Probleme” funktioniert. Auf der Bühne aber nicht.
Eine DI-Box kann ein unsymetrisches Signal nun in ein symetrisches umformen. Dazu wird der Effekt der Phasenneutralisierung genutzt.
Ein kleiner Ausflug als Randnotiz: Wenn wir einen Ton grafisch darstellen erhalten wir eine Art Welle. Wenn wir nun zwei Signale “gegenläufig” – also in der Phase umgekehrt – überereinander legen, erhalten wir: NICHTS!

Die Signale löschen sich aus! Verstanden?
Ein symetrisches Signal besteht nicht nur aus der Rückführung Masse (0) und dem Signal (+), sondern zusätzlich aus einer dritten, “kalten” Ader (-), die das gleiche Signal führt. Dieses Signal ist aber invertiert und fungiert als “Gegenphase”. Während nun das erwünschte Tonsignal auf der + und – Ader nicht parallel geführt wird, wird jedes entstehende Störsignal auf beiden Adern das Gleiche sein (Phasengleich).
Und hier nun der Trick! Das Signal wird auf einem Leiter nun einfach wieder umgekehrt, so dass nun das Störsignal gegenphasig arbeitet, nicht aber der gewünschte Ton. Wie wir ja wissen löschen sich gegenphasige Signale aus. Wir erhalten somit also wieder ein störungsfreies, sauberes Signal.

Ich hoffe ich konnte es verständlich rüber bringen. Stay Tuned!
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Super erklärt. Vielen Dank!